Eduard Breimann: Das Projekt-Hannibal, der Fall Barschel

Projekt Hannibal, Der Fall Barschel, Eduard Breimannhttp://www.projekt-hannibal.com

Dieser Thriller basiert nicht, wie sonst meist üblich, auf Fiktionen, sondern stellt eine Wirklichkeit dar, die sich mitten unter uns, in unglaublicher Weise und ohne Wissen der Öffentlichkeit, ereignet hat. Er zeigt, wie mit Duldung der deutschen Regierung, der BND ausländischen Diensten die Möglichkeit gab, Waffengeschäfte zwischen verfeindeten Nationen, in Deutschland, abzuwickeln und die Ausbildung von Kampfpiloten durchzuführen.

von Eduard Breimann
Das Projekt Hannibal
Der Fall Barschel
Roman
Verlag Universal Frame
Hardcover mit Umschlag
402 Seiten, 15.5 x 22 cm
ISBN 978-3-9522981-4-5
Euro 19.80 (D)

Weitere Informationen auf: http://www.projekt-hannibal.com
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Eduard Breimann: Das fremde Land

Eduard Breimann
Das fremde Land
Roman
Verlag Universal Frame
Taschenbuch
236 Seiten, 13.5 x 21.5 cm
ISBN 9783952298152
Euro 16.80 (D)

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Lesen Sie auch die untenstehenden Leseproben.

Klappentext:
In farbigen Bildern schildert der Roman “Das fremde Land” vor allem das Leben der Hauptprotagonistin, Angela Pawlowska, Aja, einer einfachen, warmherzigen Landarbeiterin im Russland der Stalinzeit, ihre dramatischen Erlebnisse im kleinen Dorf an der Desna, sowie ihre Zwangsverschleppung nach Deutschland und ihre bösen Erfahrungen, die sie hier machen musste und schliesslich die Erschütterungen, die der Besuch im Deutschland der Gegenwart bei ihr auslösen.

Im Kontrast dazu steht das heutige Geschehen in der kleinen rheinischen Stadt, wo sich Schüler einer Gesamtschule mit einem Projekt dafür einsetzen, dass den ehemaligen Zwangarbeitern durch Auszahlung der zustehenden Entschädigungen endlich ein wenig Recht geschieht. Äusserst glaubwürdig und ergreifend zeigt Eduard Breimann, wie die Geschichte, über Jahrzehnte hinweg, die früheren Geschehnisse mit den heute Lebenden verstrickt. Schüler, Lehrer, Unternehmer, Journalisten und Politiker spielen hier Rollen, die uns vertraut sind und auf intensive Weise eigenes Erleben bestätigen.

Eduard Breimann versteht es in seinem neuen Roman, ein immer noch heikles Thema, das heutige Problem mit den Zwangsarbeitern des letzten Weltkriegs in Deutschland, auf eine unter die Haut gehende Weise, spannend und anrührend darzustellen.

Der Roman beleuchtet Vergangenheit und Gegenwart, das Leben in Russland, wie auch die Verwicklungen, die durch das Eintreten einer Schüler-Projektgruppe für eine zügige Entschädigung, in einer rheinischen Kleinstadt ausgelöst werden.Breimann, Eduard

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Leseprobe 1:
Die Frauen drängten sich an die Stäbe, krallten sich fest und sahen ihm zu, verfolgten jede Bewegung. Ab und zu stöhnte eine Frau und im Hintergrund weinten die Kinder leise.
„Hier! Kannst sie anfassen – für einen Eimer frisches Wasser darfste die sogar küssen“, rief die Rothaarige dem stiernackigen Soldaten zu.
Als sie ihre Brüste frei machte, das Kleid über die schmalen Schultern nach unten zog, blickte sich der Soldat sichernd um und kam langsam näher. Die Frau lachte heiser; sie drückte die Brüste durch die Gitter und preßte ihren Unterkörper gegen die Eisenstangen. „Pribiwaj! Pribiwaj! – Komm! Komm! Faß an!“, gurrte sie.
Dicht vor den Stäben blieb der Soldat stehen, sog die Luft ein und krauste die Nase. Er betrachtete das Gesicht der Frau, dann ihre großen, weißen Brüste.
Er lächelte. Die Frauen standen starr. „Woda!“, flüsterte die Frau hinter ihr. Auch Aja spürte eine leise Hoffnung und ihre Lippen formten das Wort Wasser.
Langsam, sehr langsam, zog der Soldat das Gewehr von der Schulter, faßte es am Lauf – direkt unter dem Schnappverschluß für das Bajonett – und schlug blitzschnell zu.
Die Frau schrie auf, als der Kolben ihre Brüste traf und fiel in den Waggon zurück. „Swinja – du Sau“, schluchzte sie, zog ihr Kleid hoch und verdeckte die verschrammten Brüste.
Der Mann ging zurück, nahm erneut das Wasserglas, füllte es und trank einen einzigen Schluck. Sie konnten deutlich hören, wie er rülpste. Den Rest des Wassers schüttete er mit Schwung in die Luft. Aja glaubte einen Moment lang, hinter dem Wasser einen kleinen Regenbogen zu sehen.
Ein zweiter Soldat, schmal und klein, trat aus der Bahnhofstür. Die Männer unterhielten sich, blickten zum Waggon und lachten. Dann ging der erste Soldat weg, bog um die Ecke des kleinen Bahnhofs. Er blickte sich nicht um, sah nicht zu den anderen Waggons, die sich hinter der Dampflokomotive reihten – alle gleich im Aussehen, alle gleich beladen.
Der Soldat trat aus dem Schatten des Überdachs, kam langsam auf sie zu. Jetzt konnte Aja ihn besser sehen. Mit der Rechten zog der Mann den Riemen des geschulterten Karabiners stramm, streckte den Daumen vor. Die Bajonettspitze reflektierte das Sonnenlicht. Er war jung, viel jünger als der andere Soldat. Seine Nase war breit, knubbelig, verformt wie bei einem Boxer. Er war unruhig, blickte sich ständig um, als fürchte er, von einem Offizier überrascht zu werden.
Erneut keimte Hoffnung, langsam nur, zögernd, sehr langsam. „Woda! – Woda!“, flüsterten einige Frauen. „Bitte, gib uns etwas Wasser.“ Dicht vor der vergitterten Waggontür blieb der Soldat stehen, sog prüfend die Luft ein, drehte angewidert den Kopf zur Seite und trat einen Schritt zurück.
Er suchte die Gesichter der Frauen ab. Kein Lächeln. Keine Regung. Die Augen der Frauen hingen gebannt an dem unreifen Gesicht. Aber nur an Ajas blieb der Blick des Jungen hängen. Sie wartete, holte kaum Luft. In ihrem Kopf war alles leer.
Sie konnte seine Augen nicht sehen, sie lagen im Schatten des viel zu großen Stahlhelms.

Leseprobe 2:
�Warum, Herr Brenner, erfahre ich das erst, wenn es schon in dieser Mistzeitung gedruckt ist? Was tun Sie und Ihre Mitarbeiter eigentlich, um so einen Dreck zu verhindern? Sie haben ein ziemlich �ppig ausgestattetes Budget, Herr Brenner.�
�Ja, aber die Pressefrei��
�Die Presse! Die Presse! Kommen Sie mir nicht mit Pressefreiheit und unbestechlichen Journalisten. Sie sollen doch im Vorfeld recherchieren, herausfinden, wo sich was tut. Wo war denn in diesem Fall ihr Gesp�r f�r Gefahr, Herr Brenner? Hatte das etwa Urlaub?�, fragte Dr. Hugo K�bler in einem so h�hnischen Ton, da� sein �ffentlichkeitsarbeiter auf dem Besucherstuhl zusammensackte.
�Wir k�nnen doch keine Undercoverleute bei der Presse installieren�, wagte er mit leiser Stimme einzubringen. �Wir machen doch nur Textilien und Garne. Wozu denn ��
�Ich glaube, Herr Brenner�, unterbrach ihn der Werksleiter, �Sie haben die letzten Monate verschlafen. Sie haben die Diskussion um Zwangsar-beiterentsch�digungen nicht mitbekommen? Sie haben weder Rundfunk, noch Fernsehen oder Papierpresse verfolgt? Und Sie haben nicht alle diese Informationen zum Thema s�uberlich aufbereitet?�
�Aber sicher ��
�Sie haben nicht in unserem Firmen-Archiv oder im Archiv dieser feinen Stadt geforscht, was da �ber unsere Vergangenheit nachzulesen ist? Auf die Idee sind Sie nicht gekommen? Aber die jungen Leute von dieser Gesamtschule, die sind darauf gekommen. Soll ich Ihren Posten mit einem dieser �bereifrigen jungen Leute besetzen?�
�Nein, nein, ich war doch selber ��
�Was f�r ein Schlamperladen, den ich da finanziere.�
Bei jedem Satz, bei jeder Frage, fielen die Mundwinkel von Viktor Brenner tiefer nach unten; er sah aus, als habe er soeben seiner eigenen Beerdigung beigewohnt.
Dr. Hugo K�bler stand auf, ging zum Fenster und blickte auf den gro�en Parkplatz, jenseits des hohen Maschendrahtzauns. Er war gut zur H�lfte mit Pkws besetzt.
�Wenn sie Ihr Auto � was sage ich da? � Wenn Sie unseren Firmenwagen auf diesem Parkplatz abstellen � Sie haben doch sogar einen reservierten Platz? �, oder von diesem Platz abholen, dann m��ten Sie doch daran denken, da� es hier mal einen anderen Zaun gegeben hat, da� auf diesem sch�nen Asphaltplatz fr�her Baracken gestanden haben. Baracken voller L�use, Ratten, M�use � und arbeitsunwilligen, faulen Zwangsarbeitern. Das wenigstens wissen Sie doch, oder?�, fragte der Werksleiter bedrohlich leise.
Viktor Brenner starrte auf den R�cken seines Chefs. Er wu�te, da� er keine Antwort geben brauchte. Nat�rlich kannte er die Historie seiner Firma. Aber was sollte er seinem Chef davon erz�hlen? Sollte er ihm die erschreckenden Dokumente auf den Tisch knallen, ihn fragen, was damit geschehen solle?
�Verbrennen! Sofort verbrennen! Sie pers�nlich sorgen f�r die spurlose Vernichtung. Ich mache Sie verantwortlich, Brenner.� So oder �hnlich w�rde die Anordnung lauten.
Die Dokumente mu�ten erhalten bleiben; sie konnten ihm eines Tages behilflich sein. Noch hatte er keinen Plan, aber dieses wertvolle Material vernichten? Nie!

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Die Fenstergucker: Juchendlische

von de Ginder “Die Fenstergucker”, Beobachtungen auf Hessisch

Im Covertext heisst es:
Für ein altes, eingespieltes Paar, ist der eigene Fensterplatz
die ideale Loge, über Façetten des Lebens zu philosophieren.
Lesen Sie hier, wie de Ginder den Nerv der Zeit trifft und lernen Sie Hessisch, denn es lohnt sich zu erfahren, wie so der Nagel auf den Kopf getroffen wird.
Diese Ansichten über Dönerfresser, Schwarzawweider, Erwwe, Juchendliche und
vieles mehr, kitzeln den Lachreiz und sind Wahrheiten, die nachdenklich stimmen.

Leseprobe: Juchendliche

Sie: Da gugg, äm Willi seun Tobias
Er: Der Griinschnawwel hat doch tatsächlisch ä Zigarett im Maul

Sie: Der iss doch erst fuffzee
Er: Wenn de Willi wüßt, daß der raacht, der däd aus-flippe

Sie: So aam däd isch’s Taschegeld sperrn
Er: Unn, was erreischste dademit? Nix, saach isch derr, dann geh’n die Paffer klaue

Sie: Gugg nur, wie der aach ärumleeft, Bomberjack unn Kopphörer im Ohr
Er: Wenn den ämol än Zuch üwwerfährt, der hört nedämol än Schlaach

Sie: Später ham se dann än Trinidus unn fraache sisch, wo des Pfeiffe herkommt
Er: Von dene ihr’ne Amimusik wirsde doch ganz bleed

Sie: Unn wenn der verstehe däd, was die Amis all für’n Scheiss zusammesinge, däd der erst rescht bleed wern
Er: Wenn der des verstehe däd, dann däd der seu CD zertrete unn in de Papierkorb schmeisse

Sie: Du maanst newwe de Papierkorb!
Er: Hast rescht, des iss ja heutzudaachs än Volkssport geworn – wie werf isch was in de Papierkorb, ohne’n zu treffe!?
Sie: Grad die Woch hat im Heimatbote gestanne, daß die Vereine uffgerufe sinn, an so äm Reinischungsdaach teilzunemme
Er: Reinischungsdaach?

Sie: Ei, die schwärme aus und sammele de Unrat in de Grünanlaache unn im Wald eu
Er: So weit käms noch, daß isch de Dreck von dene Dreckspatze wegmache däd, die sollte liewwer ma die Juchendlische zusammepfersche un dann ihr’n Dreck uffsammele lasse

Sie: De neueste Sport von dene Dreckspatze iss ja jetzt: Wie öffne isch mit äm gezielte Tritt de Bodedeckel von äm Papierkorb unn lass de ganze Abfall ärausfalle?
Er: Saach ma, hat’s sowas bei uns früjer gegewwe?

Sie: Mir sinn ja noch erzooche worn
Er: Du maanst also, daß de Willi den ned rischdisch erzooche hätt?

Sie: Wie de Herr, so’s Gescherr – gugg der’n doch aa, den Willi
Er: Was maanste dann?

Sie: Ei, der iss doch Alkoholiker
Er: De Willi?

Sie: Jetzt mach disch ned noch blöder, als de schon bist – der Willi schafft doch uff’m Bau
Er: Na und?

Sie: Die kippe doch locker än halbe Kaste Bier am Daach äweg
Er: Von der Sischt aus gesehe hasde schon rescht. Was soll aus dem Bub nur wern?
Sie: Gugg, do kimmt die Roth schon widder gerennt
Er: Die hat mer gradnoch gefehlt, des alde Plapper-maul

Frau Roth: Na, alles fröhlisch unn munter?
Sie: Hawwe se ewwe den Willi sein Tobias gesehe?

Frau Roth: Isch hab den schon gesehe, awwer die Juchend heutzudaachs sieht ja außer sisch gar nix mehr – kaan Gruß, nix mehr

Sie: Saach isch ja ewwe aach zu meim Eschon, daß die Juchend heutzudaachs kaa Maniern mehr hätt
Frau Roth: Unn zum Dank dodefer mäscht die Stadt jetzt ä Juchendhaus uff

Sie: Ei, wo dann?
Frau Roth: ‘S alde Gemeindehaus werd renoviert

Sie: Des iss de Dank, daß die Bagasch üwwerall die Papierkörb kaputt macht
Frau Roth: Nee, dess iss Taktik

Sie: Taktik?
Frau Roth: Ei, wenn die die Juchendlische in so Ju-chendhäuser locke, dann streune die ned vor Lange-weil in de Geschend ärum

Sie: Na, da wadde mer maa ab, wielang die des Juchendhaus uffhawwe – ‘s wird ned lang dauern, dann iss des alde Gemeindehaus abbruchreif
Frau Roth: Zumindest wird’s jetzt erst ma inne mit Graffiti schee eugesprüht

Sie: Dem Willi seu Gesischt meescht isch ma sehe, wenn dem seun Tobias ‘s Wohnzimmer so renoviern däd
Frau Roth: Hauptsach bundisch

Sie: Do, Frau Roth, gugge se nur ma rüwwer, was se mit dem Kleinschmitt seum Haus gemacht ham
Frau Roth: Isch hab’s schon gesehe, ‘s iss ä äschde Sauerei, was die do dran gesprüht hawwe

Sie: „Love your brother“ – wisse sie was des häsd?
Frau Roth: Seh isch wie än Dolmätscher aus?
Sie: Sauerei, wenischsdens könnte die ja Deutsch spraye, damit mer’s aach verstehe kann

Frau Roth: Da hawwe se rescht, awwer jetzt muß isch wieder
Sie: Na dann

Er: Macheses guud
Sie: Unn isch hab gedacht, die Roth hätt Abidur

Er: Kann ja ned ämol ä Fremdspraach
Sie: Ewwe

Er: Die iss genauso schlau wie mir aach
Sie: Ewwe

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