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	<title>The-Short-Story &#187; Bei uns erschienen</title>
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	<description>Kurzgeschichten</description>
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		<title>Neu: Flieh zu den Sternen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 20:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner-Kurt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ News]]></category>
		<category><![CDATA[Bei uns erschienen]]></category>
		<category><![CDATA[KInderheim]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesmissbrauch]]></category>
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		<description><![CDATA[„Flieh zu den Sternen“ lautet der Titel des Romans, den der Dormagener Autor Eduard Breimann in diesen Tagen vorstellt. Sein Verlag, das Schweizer Unternehmen Universal Frame, hat das Buch als Taschenbuch herausgebracht. Es hat einen Umfang von 376 Seiten und kostet 14,95 Euro. Bestellbar in allen Buchhandlungen mit der ISBN 9783 9523 56289. „Rund zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2010/04/Flie_Voverpict.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1865 alignleft" title="Flie_Voverpict" src="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2010/04/Flie_Voverpict-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>„Flieh zu den Sternen“ lautet der Titel des Romans, den der Dormagener Autor Eduard Breimann in diesen Tagen vorstellt. Sein Verlag, das Schweizer Unternehmen Universal Frame, hat das Buch als Taschenbuch herausgebracht. Es hat einen Umfang von 376 Seiten und kostet 14,95 Euro. Bestellbar in allen Buchhandlungen mit der ISBN 9783 9523 56289.</p>
<p>„Rund zwei Jahre hat die Arbeit an diesem Buch gedauert“, so der Autor. „Darin steckt natürlich der Zeitaufwand für intensives Recherchieren. Es ist halt meine Maxime: Wenn Fakten in einem fiktiven Roman angeführt werden, dann müssen sie stimmen.“</p>
<p>Der Autor zum Buch: „Missbrauch von und an Kindern und Jugendlichen, ob durch körperliche Gewalt oder in Form von sexuellen Übergriffen, ist ein abscheuliches Vergehen. Diese Kinder und Jugendlichen werden traumatisiert, leiden oft ihr ganzes Leben lang unter den Folgen. Im Jahre 2010 wagten es einige Menschen, den Missbrauch, der ihnen als Kinder angetan worden war, öffentlich zu machen. Sie traten eine wahre Lawine los. Einer nach dem anderen suchte und fand den Weg in die Öffentlichkeit. Und die reagierte, angefacht durch nahezu sämtliche Medien. Dabei, das lag an der Zahl der Opfer aus Klosterschulen, Kirchen und kirchlichen Einrichtungen, schaute alle Welt auf den Missbrauch in der katholischen Kirche. Leider ging dadurch etwas fast total unter: Der Missbrauch in der Familie, im Umfeld dieser „Burg“, in der Kinder eigentlich geschützt, unangreifbar sein sollten. Gerade hier ist die Dunkelziffer enorm hoch. Was sicher seine Gründe hat. Welches Kind verklagt seinen Vater oder Onkel? Welche Familie geht mit der „Schande“ zum Staatsanwalt? Die Betroffenen, die missbrauchten Kinder, haben keine Chance. Sie dürfen keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, leiden zudem mehr als andere unter dem Trauma der versagenden Familie.“</p>
<p>Breimann betont aber auch: „Es ist kein Zufall, dass dieser Roman den Missbrauch dieser Kinder thematisiert – es ist aber Zufall, dass nach zwei Jahren Vorarbeit das Buch in der Hochphase der Diskussion über den Missbrauch von Kindern erscheint.</p>
<p>Zum Inhalt des Buches: Am Anfang steht der Rat eines Freundes: „Lebensregel: Wenn du diese Scheißangst hast, dann lauf weg.“ Der 13-jährige Nick, ein notorischer Schulschwänzer, rennt nicht nur physisch davon, wenn ihm immer wieder unsägliche Dinge geschehen und er wegen eines an sich belanglosen Körperschadens gekränkt wird, auch sein Geist entflieht der unerträglichen Realität; er sucht Zuflucht auf einem erdachten Stern. Hier findet der Junge Trost durch Freunde und Beschützer, die ihn vor dem Zerbrechen bewahren. Die Verhältnisse in denen er aufwächst sind katastrophal. Seine Mutter trinkt und geht anschaffen, sein Stiefvater, ebenfalls Trinker und arbeitslos, verkauft ihn immer wieder an einen Kinderschänder. Halt findet er später in der Freundschaft zu dem zwei Jahre älteren Janosch, mit dem er sich eine Zuflucht im Keller eines Abbruchhauses schafft.</p>
<p>Als er sich auf drastische Weise seines Peinigers entledigt, tritt eine grundsätzliche Wende in seinem Leben ein. Die Einweisung in ein Heim, vor der er sich immer gefürchtet hatte, bietet ihm aber die Möglichkeit, nicht nur seine Vorurteile abzubauen, sondern auch – trotz zahlreicher Komplikationen – zu einem liebenswürdigen jungen Mann heranzuwachsen, der den richtigen Beruf und wohl auch die Partnerin fürs Leben gefunden hat.</p>
<p>Quelle: Dormago-Portal, 24.0402010</p>
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		<title>Mauerstreifen (oder Berlin im Herbst 1990)</title>
		<link>http://www.the-short-story.de/2009/11/06/mauerstreifen-oder-berlin-im-herbst-1990/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 16:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner-Kurt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ News]]></category>
		<category><![CDATA[Bei uns erschienen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanke]]></category>
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		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Mauerstreifen – das ist nicht mehr die Berliner Mauer, aber immer noch die erkennbare Schneise in der ehemals geteilten Stadt. Der Roman spielt kurz nach der Wiedervereinigung, also nach einem Ereignis, das mit „Wiedervereinigung“ schlecht umschrieben ist (einer Bezeichnung, die auf juristische, auf finanz- und bündnispolitische Neuerungen hinweist) und besser „Annäherung“ genannt zu werden verdient. In der Handlung, die auch, aber nicht nur eine Kriminalgeschichte ist (in der sich der Kalte Krieg ein letztes Mal offenbart), begegnen sich Menschen voller Vorurteile, reiben sich aneinander, schleifen sich ab und bereiten sich so - mehr getrieben als planmäßig - auf ein Zusammenleben vor. Der „Held“ des Stückes, kein Held, ein Niemand, aber kein Dummkopf, empfindet die vier Tage der Annäherung als Alb und Lust, als Wechselbad der Gefühle – und als Chance zu einer Karriere, die ihm nicht zusteht, aber zufällt. Auch die Erotik kommt nicht zu kurz, weil der Anti-Held sich gelegentlich, wie ein Fisch im Wasser, von seinem Schwanz lenken lässt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neu im Herbst 2009</p>
<p>Von <em>von <a href="http://www.the-short-story.de/?p=359">Jürgen Jesinghaus</a>, <a href="http://www.amazon.de/Mauerstreifen-oder-Berlin-Herbst-1990/dp/3952298190/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;tag=derbaderfuhrer&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3952298174">&#8220;Mauerstreifen (oder Berlin im Herbst 1990)&#8221;</a><br />
Roman</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em><img class="alignleft size-medium wp-image-1743" style="margin: 15px 10px;" title="9783952298190" src="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2009/11/9783952298190-183x300.jpg" alt="9783952298190" width="183" height="300" /></em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em>Covertext:<br />
Mauerstreifen – das ist nicht mehr die Berliner Mauer, aber immer noch die erkennbare Schneise in der ehemals geteilten Stadt. Der Roman spielt kurz nach der Wiedervereinigung, also nach einem Ereignis, das mit „Wiedervereinigung“ schlecht umschrieben ist (einer Bezeichnung, die auf juristische, auf finanz- und bündnispolitische Neuerungen hinweist) und besser „Annäherung“ genannt zu werden verdient. In der Handlung, die auch, aber nicht nur eine Kriminalgeschichte ist (in der sich der Kalte Krieg ein letztes Mal offenbart), begegnen sich Menschen voller Vorurteile, reiben sich aneinander, schleifen sich ab und bereiten sich so &#8211; mehr getrieben als planmäßig &#8211; auf ein Zusammenleben vor. Der „Held“ des Stückes, kein Held, ein Niemand, aber kein Dummkopf, empfindet die vier Tage der Annäherung als Alb und Lust, als Wechselbad der Gefühle – und als Chance zu einer Karriere, die ihm nicht zusteht, aber zufällt. Auch die Erotik kommt nicht zu kurz, weil der Anti-Held sich gelegentlich, wie ein Fisch im Wasser, von seinem Schwanz lenken lässt.</em></p>
<p><em>Wachzetteltext:<br />
Jürgen Jesinghaus, der Autor des Nikolaus-Buches (das auch von jemandem handelt, der seine Position im Leben sucht), befasst sich hier erzählerisch mit einer Zeitspanne zwischen der Nachkriegszeit als Ära der Hegemonialmächte USA und UdSSR und einer im Dunkeln liegenden, für die es noch keine Schlagwörter gibt. Die Zwischenzeit wird empfunden als (wie es im Roman heißt) Auge des Orkans, akustischer Schatten, Meer der Stille, Insel der Seligen und Arsch der Welt. Der Autor weiß, worüber er spricht, denn er war zu jener Zeit in Berlin und hat sich auch später mehrere Jahre dort aufgehalten und die Stadt der Widersprüche (die „Stadt ohne Form“, wie ein Architekt sie nennt) lieben gelernt. Der Text ist eine Liebeserklärung an Berlin (aber der Leser wird es kaum bemerken).</em></p>
<p><em> </em><em>von <a href="http://www.the-short-story.de/?p=359">Jürgen Jesinghaus</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/Mauerstreifen-oder-Berlin-Herbst-1990/dp/3952298190/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;tag=derbaderfuhrer&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3952298174">Mauerstreifen (oder Berlin im Herbst 1990)</a><br />
Roman<br />
Verlag Universal Frame<br />
September 2009<br />
Gebunden, 395 Seiten<br />
14 x 22 cm<br />
ISBN 978-3-25952298190</em><a href="http://www.amazon.de/Mauerstreifen-oder-Berlin-Herbst-1990/dp/3952298190/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;tag=derbaderfuhrer&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3952298174"></a>
<p>Provided by <a href="http://www.universal-frame.com/" title="Universal Frame GmbH - Marketing und Public Relation">Universal Frame GmbH &#8211; Marketing und Public Relation</a></p>
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		<title>Die Fenstergucker</title>
		<link>http://www.the-short-story.de/2008/11/07/die-fenstergucker/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 10:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner-Kurt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bei uns erschienen]]></category>
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		<description><![CDATA[von de Ginder, Die Fenstergucker, Beobachtungen auf Hessisch Im Covertext heisst es: Für ein altes, eingespieltes Paar, ist der eigene Fensterplatz die ideale Loge, über Façetten des Lebens zu philosophieren. Lesen Sie hier, wie de Ginder den Nerv der Zeit trifft und lernen Sie Hessisch, denn es lohnt sich zu erfahren, wie so der Nagel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2008/11/isbn97839522981211.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1301" style="margin-right: 15px;" title="isbn97839522981211" src="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2008/11/isbn97839522981211-187x300.gif" alt="" width="187" height="300" /></a></p>
<p><em>von <a href="http://www.the-short-story.de/?p=79">de Ginder</a>, <span style="color: #3c657b;">Die Fenstergucker</span>, Beobachtungen auf Hessisch</p>
<p>Im Covertext heisst es:<br />
Für ein altes, eingespieltes Paar, ist der eigene Fensterplatz<br />
die ideale Loge, über Façetten des Lebens zu philosophieren.<br />
Lesen Sie hier, wie de Ginder den Nerv der Zeit trifft und lernen Sie Hessisch, denn es lohnt sich zu erfahren, wie so der Nagel auf den Kopf getroffen wird.<br />
Diese Ansichten über Dönerfresser, Schwarzawweider, Erwwe, Juchendliche und<br />
vieles mehr, kitzeln den Lachreiz und sind Wahrheiten, die nachdenklich stimmen.</p>
<p>Leseprobe &#8220;De Dönerfresser</p>
<p>Sie: Gugg der die Dreckbande an. Vorne bei dene Terke die Döner kaafe und hier die Alufolie und die Serviette hieschmeisse.<br />
Er: Saubande, als könnte die ihr’n Abfall ned bis zum nächste Müllaamer traache</p>
<p>Sie: Ei des mache die doch extra<br />
Er: Provoziern haasd bei dene des Stischwort</p>
<p>Sie: Un die soll’n ämol unser Rente finanziern<br />
Er: Ja dann guud Nacht Rente</p>
<p>Sie: Ham mir sowas gemacht, als mir jung warn?<br />
Er: Nee du, awwer do gab’s jo aach noch kaa Dönerläde</p>
<p>Sie: Ja ham mir dann üwwerhaupt ämol irschend was uff de Bode geschmisse?<br />
Er: Gar nix, mir ham halt noch gewußt, was Aastand iss</p>
<p>Sie: Gugg der se aa, wie se aach ärumlaafe, Hose drei Nummern zu groß, Tornschuh und die Kapp verkehrt ärum uff<br />
Er: Die sinn zu doof ä Kapp rischdisch uffzusetze</p>
<p>Sie: Un wenn’s dunkel werd, werd die Sprühdos ärausgeholt un alles besprüht, was ned weglaafe kann<br />
Er: Wenn die wenigstens Kunstwerke schaffe däde, awwer die Kritzele ja nur ärum<br />
Sie: Do gugg, äm Grimm Peter sein Älteste<br />
Er: Der had noch immer kaa Stell gefunne</p>
<p>Sie: Gugg der’n doch aa, dädst du den eustelle?<br />
Er: Isch däd doch kaan eustelle, der hunnert Ring am Ohr had</p>
<p>Sie: Der sollt sich ämol beim Ringcenter bewerwwe<br />
Er: Ned ämol do däde die den nemme</p>
<p>Sie: Do gugg, do kimmt schon wiedder so en Döner-<br />
fresser<br />
Er: Kannsde direkt druff warte, bis der seun Abfall uff’n Bode schmeisst</p>
<p>Sie: Gugg, wos mescht der dann jetzt?</p>
<p>Er: Wos mescht dann der an unsere Mülltonn?</p>
<p>Sie: Des gibt’s doch ned, der schmeisst sein Dreck bei uns in die Mülltonn<br />
Er: Heh, sie da!</p>
<p>Dönerfresser: Was?<br />
Er: Sie, des geht ja ned, daß sie ihr’n Dreck in unser Müllttonn schmeisse!</p>
<p>Dönerfress: Leck mich!<br />
Er: Wart, dir geb isch gleisch!</p>
<p>Sie: Freschheit!<br />
Dönerfresser zeigt Stinkefinger und geht weiter</p>
<p>Er: Haste des gesehe?<br />
Sie: Des gehört aagezeischt!</p>
<p>Er: So ä verkommenes Subjekt<br />
Sie: Drecksack</p>
<p><span style="color: #3c657b;"><strong>Die Fenstergucker</strong></span><br />
Beobachtungen auf Hessisch<br />
von de Ginder</p>
<p>Verlag Universal Frame<br />
September 2005<br />
Taschenbuch<br />
95 Seiten<br />
Grösse: 18.8 x 12 x 0.8 cm<br />
ISBN 978-3952298121<br />
<strong>Euro 11.80 (D)</strong></p>
<p>Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten:<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3952298123?ie=UTF8&amp;tag=derbaderfuhrer&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3952298123">Die Fenstergucker, Beobachtungen auf Hessisch</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=derbaderfuhrer&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3952298123" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<hr /></em>
<p>Provided by <a href="http://www.universal-frame.com/" title="Universal Frame GmbH - Marketing und Public Relation">Universal Frame GmbH &#8211; Marketing und Public Relation</a></p>
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		<title>Die schwarze Katze</title>
		<link>http://www.the-short-story.de/2008/11/07/die-schwarze-katze/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 10:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner-Kurt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Eduard Breimann &#8220;Die schwarze Katze&#8221;, acht Erzählungen Im Covertext heisst es: Eduard Breimann erzählt uns von Mördern, Asylanten, Scheinheiligen und Folterern, aber auch von alltäglichen Beziehungen, alten und jungen Menschen, wie du und ich, immer mit einem Realismus der unter die Haut geht. Diese beste Gegenwartsliteratur spiegelt die Welt in der wir heute leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2008/11/isbn97839522981071.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1295" style="margin-right: 15px;" title="isbn97839522981071" src="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2008/11/isbn97839522981071-188x300.gif" alt="" width="188" height="300" /></a>von <a href="http://www.the-short-story.de/?p=67">Eduard Breimann</a> &#8220;Die schwarze Katze&#8221;, acht Erzählungen</p>
<p>Im Covertext heisst es:<br />
Eduard Breimann erzählt uns von Mördern, Asylanten, Scheinheiligen und Folterern, aber auch von alltäglichen Beziehungen, alten und jungen Menschen, wie du und ich, immer mit einem Realismus der unter die Haut geht.<br />
Diese beste  Gegenwartsliteratur spiegelt die Welt in der wir heute leben schattenlos wieder und nimmt uns mit rührender, intensiver Wehmut gefangen.</p>
<p>Leseprobe aus B-Zelle:<br />
Dat Auge da oben in der Ecke. Scheiße! Da sitzt einer im Aquarium und guckt mir dat Fell weg. Mann, Paul &#8211; denk nich&#8217; dran; nich&#8217; hingucken – tu so, als wär&#8217;s nich&#8217; da. Dat Scheißding kann mich mal &#8230; Et glotzt! Et hört nich&#8217; auf, mich anzustieren; diese glitzernde Scheibe &#8211; verdammt; ich mach&#8217; einfach die Augen zu.</p>
<p>Die meinen wohl, sie könnten mich platt machen? Nee, nich&#8217; den Paul. Den nich&#8217;. Da habt ihr euch verdammt vertan, dat is&#8217; man sicher. Stemm&#8217; meine hundertzehn Kilo gegen euch Hanswürste. Könnt mich ruhig piesacken &#8211; mir macht dat nix. Paul is&#8217; härter als ihr alle zusammen. Diamanthart, sagen meine Kumpel. Also, schau&#8217;n wir mal, wer den längeren Atem hat.</p>
<p>Et glotzt und glotzt. Wat soll dat eigentlich? Die seh&#8217;n doch immer dat selbe Bild; kann ja hier keine Zirkusvorstellung abgeben. Paff! Ich schieß euch ins Auge, ihr Spanner. Da sitzen die in ihrem Aquarium, saufen Kaffee und lachen sich &#8216;nen Ast über den nackten Knacki.<br />
Die Lampen sind irre hell. Die links, die knackt wie&#8217;n Pistolenschuss &#8211; so laut. Oder hört dat sich in der kleinen Zelle nur so an? – Kann auch sein. Egal. Is&#8217; ja völlig leer die Zelle &#8211; darum. Alle zehn Sekunden knackt die.<br />
Können alles sehen, diese Spanner, diese grünen Spanner. Ob wohl Weiber dabei sind? Bestimmt kommen die Wachteln alle Stunde und beglotzen mich. Oh, verdammte Scheiße! Ich lieg hier in der Papierunterhose, hab&#8217; sonst nix an. çKahle Brust mit Fliege‘ haben wir früher immer gesagt. Soll&#8217;n sie glotzen. Macht mir nix.</p>
<p>Bin doch tatsächlich eingepennt; hätte ich nie für möglich gehalten bei der harten Unterlage. Scheiße! Wie lange hab ich gepennt?<br />
Et glotzt und glotzt. Ich streck denen gleich die Zunge raus. Würd&#8217; den Spannern ja gern&#8217; den Vogel zeigen.<br />
Blöde Lampe &#8211; knackt immer noch. Hört die nie auf? Macht mich wahnsinnig, dat Scheißding.<br />
Mensch, ob’s schon Nacht is&#8217;? Neonröhren, kein Fenster. Wie in einem Bunker. Ha! B-Zelle heißt dat nich&#8217; umsonst – Bunker-Zelle. Harald, dieser abgebrochene Daktari sagt ja immer, dat hätt&#8217; wat mit dem Immunsystem zu tun. Ha, wat haben wir gelacht. Immun wirste hier vielleicht auch – gegen alle Schikanen der Welt. ’Ne Beruhigungs-Zelle ist dat bloß für die Grünen.<br />
Scheiße, mein linker Arm is&#8217; ganz verdreht. Die Fesseln sind verdammt eng; hab die wohl im Schlaf verkantet. Der Rücken schmerzt. Die Decke is&#8217; elend rau und hart – liegt ja auch direkt auf&#8217;m Beton. Wer mich jetzt wohl beobachtet?<br />
Wie spät mag dat sein? Wann haben die mich eigentlich weggeschlossen? Warte mal! Dat muss so gegen zehn gewesen sein &#8211; oder&#8230;? Verdammt! Hab schon kein Zeitgefühl mehr. Wat soll dat noch werden? Die Kumpel sagen, du weißt nich&#8217; mehr ob Sommer oder Winter is&#8217;. Aber mir soll&#8217;s egal sein. Sommer oder Winter, Tag oder Nacht; wat macht dat schon? Hab&#8217; ich nix mit am Hut. Paul kriegt ihr damit nich&#8217; klein.<br />
Mann, wat bin ich müde! Sollen die doch glotzen &#8211; ich penn&#8217; mir noch eins. Geht alles besser im Schlaf. Glotzt man schön. Hoffentlich hört die Knackerei da oben bald auf.<br />
Kann nich&#8217; pennen, Mist! Überall juckt&#8217;s mich. Und diese beknackte Lampe. Geh endlich kaputt, du Sauding. Glotzt nich&#8217; so blöde, ihr Arschlöcher im Aquarium.<br />
Leg&#8217; meinen Kopf mal auf die linke Seite, würd&#8217; ja gerne ganz links liegen – wie sonst immer. Die Mist-Fußfesseln lassen ja kaum &#8216;ne Bewegung zu. Ah, der Rücken. Und kalt is&#8217; mir. Keine Decke &#8211; hab&#8217; nichts an, außer diesem Papiermistding. Die spinnen, verdammt! Nich&#8217; zittern, hat mein Kumpel gesagt, sonst frierste noch mehr.<br />
Ach du grüne Scheiße! Wat is&#8217; denn dat? Dat darf doch nich&#8217; wahr sein. Ein Loch als Klo. Nich&#8217; mal &#8216;nen Bello. Da haben sie nich&#8217; von gesprochen, meine Kumpel – na warte! Mann, wie soll ich denn da drauf &#8230; Dat spritzt doch an die Beine. Kein Wasserhahn. Sauerei! Bin doch kein Franzose. Ich guck lieber nach rechts, dann seh&#8217; ich dat Scheißloch wenigstens nich&#8217;.<br />
Die Knacklampe macht mich noch wahnsinnig. Wenn ich die Knackerei mitzählen würde, hätt&#8217; ich &#8216;ne Uhr. Ich lach&#8217; mich tot! Mann, is&#8217; mir kalt. – He, wat tut sich denn da? Ich fass et nich&#8217;! Auch dat noch! Mist, dat kommt von der Kälte. Ich muss! Ich muss! Oh Gott &#8211; oh Gott! Scheiße! Scheiße!<br />
Lange kann ich dat nich&#8217; mehr anhalten – ich kenn&#8217; mich doch, dat wird ganz schnell immer schlimmer. Wie kann ich denen dat bloß sagen? Kann ja nich&#8217; mal meine Arme richtig bewegen. Ich versuch&#8217;s mal mit der Hand. Sieht keiner, oder? Blöde Glotze, jetzt könnteste mal wat von mir rüber bringen.<br />
Ich kann bald nich&#8217; mehr. Beine zusammen kneifen. Luft anhalten. Hilfe, ich will mich nich&#8217; bepinkeln. So wollt ihr mich klein kriegen, ihr Feiglinge? Mist, verdammter!</p>
<p>He, Grüner, wo kann ich hier auf Ampel geh&#8217;n? Alarm is&#8217; hier wohl nich&#8217;, oder? Mensch, helft mir doch! Kopf hoch heben, ja. So, jetzt guckt mich gefälligst an. Ich sprech&#8217; jetzt zu euch Arschlöchern &#8211; ganz langsam, dann könnt ihr&#8217;s von den Lippen ablesen. ICH MUSS. ICH MUSS. IHR ARSCHLÖCHER! ICH MUSS!</p>
<p><span style="color: #3c657b;"><strong>Die schwarze Katze</strong></span><br />
Erzählungen<br />
von Eduard Breimann</p>
<p>Verlag Universal Frame<br />
November 2004<br />
Taschenbuch<br />
128 Seiten<br />
Grösse: 18.8 x 12 x 0.8 cm<br />
ISBN 978-3952298107<br />
<strong>Euro 11.80 (D)</strong></p>
<p>Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten:
<p>Provided by <a href="http://www.universal-frame.com/" title="Universal Frame GmbH - Marketing und Public Relation">Universal Frame GmbH &#8211; Marketing und Public Relation</a></p>
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		<title>Der Tod hat ein Gesicht</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 09:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner-Kurt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Eduard Breimann &#8220;Der Tod hat ein Gesicht&#8221;, Erzählungen Seite in Bearbeitung Im Covertext heisst es: Auch in seinem zweiten Band schildert Eduard Breimann mit grosser Intensität Probleme, die uns allen geläufig sind und auf eine zu Herzen gehende Weise dargestellt und vertieft werden. Hier geht es um eine SS-Vergangenheit, die Folgen falschen Handelns, Erziehungsprobleme, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2008/11/isbn97839522981151.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1259" style="margin-right: 15px; margin-bottom: 15px;" title="isbn97839522981151" src="http://www.the-short-story.de/wp-content/uploads/2008/11/isbn97839522981151-188x300.gif" alt="" width="188" height="300" /></a>von <a href="http://www.the-short-story.de/?p=67">Eduard Breimann</a> &#8220;Der Tod hat ein Gesicht&#8221;, Erzählungen</p>
<p>Seite in Bearbeitung</p>
<p>Im Covertext heisst es:<br />
Auch in seinem zweiten Band schildert Eduard Breimann mit grosser Intensität Probleme, die uns allen geläufig sind und auf eine zu Herzen gehende Weise dargestellt und vertieft werden. Hier geht es um eine SS-Vergangenheit, die Folgen falschen Handelns, Erziehungsprobleme, die längst der Vergangenheit angehören sollten, um die Ausgestossenen unserer Gesellschaft, seien es Penner oder HIV-Infizierte. Es sind wieder meisterhaft behandelte Themen unserer Zeit.</p>
<p>Leseprobe aus &#8220;Nur ein Kuss&#8221;:<br />
„Kennst du den, wo der Neger sagt, er wolle ins Guinness Buch der Rekorde?“<br />
„Nein, womit denn?“, fragte August Blech.<br />
„Er legte ein Attest vor, in dem stand: Garantiert HIV-frei!“<br />
Ein brüllendes Gelächter belohnte den Erzähler und August Blech stand auf. „Na dann, bis später“, sagte er zu Paul, nahm den zweiten Apfel und zog mit den Männern ab.<br />
Paul aß seinen Käse, wischte mit dem letzten Brotstück den Tellerrand sauber und ließ sich ein Glas Wasser geben. Der Rücken schmerzte und die Beine zitterten so stark, dass er sie zusammen drückte. Im Nacken spürte er den Schweiß, der von den Haaren perlte.<br />
„Geht’s dir gut, Paul?“ Peter setzte sich zu ihm und stellte einen Teller mit Braten und Kartoffeln auf den Tisch.<br />
„Geht so – sind die Scheißmedikamente. Interessante Leute hast du eingeladen. Alle Achtung!“<br />
„Viele wollen lieber was Rustikales essen – wie früher nach dem Krieg. Französisch ist out – essen mein ich!“, sagte er grinsend. Dafür sind Schweinebraten und Roastbeef wieder in. Die Weiber stehen allerdings mehr auf Fisch.“<br />
„Ist sicher gesünder.“<br />
„Und? Unterhältst du dich gut? Wie ist’s mit dem Minirock? Dein Kaliber?“<br />
„Eher nicht. Versteh mich nicht falsch, Peter. Es geht nichts mehr.“<br />
„Na, na! Was heißt das? Ein paar Jahre Afrika. – Na und?“<br />
„Ich war krank; hab lange in der Klinik in Kumasi gelegen.“<br />
„Weiß ich doch! Irgendeine Virusinfektion. Kriegt doch hier auch jeder mal.“<br />
„Nicht jeder, sonst würden wir aussterben.“<br />
„Hä?“ Er stierte Paul an, kaute an dem Fleischrand, das Fett schlich sich an seinem Kinn herunter und ein Tropfen fiel auf die Tischdecke.<br />
„Peter! Hör zu! Ich hab mir da was eingefangen. Aber – bitte – du bist mein bester Freund. Ich bitte dich, halt´s für dich, ja? Ich hab mich angesteckt! Ich bin positiv getestet. HIV – du weißt, was das heißt. Bin unvorsichtig gewesen – einmal nur in der ganzen Zeit.“<br />
„Du hast was? Spinnst du?“<br />
„Nein, leider nicht. Inzwischen ist es ausgebrochen – schon sehr früh, nach knapp zwei Jahren. Ich habe Soor-Ösophagitis, sagen die Ärzte; ist eine Variante vom Aids!“<br />
„Nein!“ Das halb zerkaute Fleischstück wurde deutlich sichtbar, als Peters Mund fassungslos offen hing. Paul ekelte sich und blickte auf seinen Teller.<br />
„Doch. – Es ist so.“<br />
„Aber – da läufst du einfach so rum? Musst du da nicht in Quarantäne oder so? Du bist doch ansteckend.“<br />
„Ja, sicher. Aber kein Aidskranker kommt in Quaran-täne. Ich stecke niemanden an. Hör zu, Peter: Ich bin in Behandlung und mir bleibt noch etwas Zeit. Ich mach diese Haart-Therapie mit den neuesten Medikamenten. Deshalb bin ich zurück gekommen. Es ist sauhart; mir geht’s schlecht und ich hab niemanden, mit dem ich reden kann. Ich brauche ein normal reagierendes Umfeld, sagen die Ärzte. Sagen die so locker, als gab’s das auf dem Markt zu kaufen. Ich bin keine Gefahr – für niemanden.“<br />
„Das sagst du so!“ Peter warf das Besteck auf das Fleischstück, schob den Teller weg und betrachtete seine Hände. „Entschuldige! Muss mal eben zum Klo.“<br />
Paul blickte ihm nach und wischte sich den Schweiß aus dem Nacken. Der Lärm rundum war wieder stärker geworden, seitdem fast alle ihre Teller leer gegessen hatten. Der Klavierspieler klimperte lustlos; Paul sah, dass er immer wieder zum Buffet schielte.</p>
<p>„Hör zu, Paul.“ Peter stand einen halben Meter vor dem Tisch und sah zu ihm herunter. „Meinst du, dass es richtig ist, zu Partys zu gehen, als wenn nichts wäre? Bist du nicht zu krank dafür?“<br />
„Nein, bin ich nicht. Ich fühl mich wohl unter Leuten. Ich brauche etwas Ablenkung.“<br />
„Ja, schon. Aber das ist doch gefährlich, Paul. – Wie lange hast du noch?“<br />
„Wie meinst du das? Willst du wissen, ob ich auf deiner Party tot umfalle? Das wär das Ereignis des Jahres für deine Gäste, was? Sondereinlage zur Belustigung der VIPs bei Peter Bender. Aber ich kann dich beruhigen. Meine Kombinationspräparate bremsen den Verfall und ich halt´s noch ein paar Tage aus.“<br />
„Okay, okay! Pass aber bitte auf, ja? Komm keinem zu nahe. Hab keine Lust auf Scherereien. Mach mir keinen Skandal, hörst du? Den kann ich wirklich nicht gebrauchen. Diese Party ist die wichtigste meines ganzen Lebens.“<br />
Er ging weg, sah sich mehrfach sichernd um; sein Blick war rätselhaft. Er ging ins Foyer, blickte sich noch einmal um und war dann nicht mehr zu sehen.<br />
Paul lehnte sich zurück und schloss die Augen; vernahm alle Geräusche intensiver und drängender. Als er es nicht mehr aushielt, öffnete er die Augen und sah Betty, die mit großen Schritten ins Bad stürmte. Sofort danach kam Peter ins Bild, blickte sich immer wieder um und verschwand hinter der selben Tür. Zwei Frauen gingen an Paul vorbei, musterten ihn neugierig.<br />
„Hat der die schon informiert? Warum glotzen die sonst so?“, dachte er und blickte auf die Tischplatte. Seine Arme waren schwer und als er sich mit der Serviette den Mund abwischte, rutschte die Rechte kraftlos an der Brust herunter.<br />
„Paul! Was erzählt Peter? Du hast was?“<br />
Betty stand in gehörigem Abstand vor dem Tisch, die Hände in den Hüften. „Ich kann’s nicht glauben! Und dann kommst du hier her? Warte mal. Halt! Halt! Du hast mich geküsst! Oh, du mieses Schwein! Ich zeig dich an, ich verklag dich, du &#8230;“<br />
„Nein! Ich hab dich noch nie geküsst. Auch heute nicht. Nur die Luft neben deinen Ohren. Außerdem ist das nicht ansteckend. Wir hatten weder Oralverkehr noch einen anderen Spaß miteinander. Oder?“<br />
„Paul! Das ist kein Spaß!“<br />
„Nein, wirklich nicht. Das versichere ich dir.“<br />
„Wenn wir das gewusst hätten – das ist doch viel zu anstrengend für dich. Musst du dich nicht hinlegen? Soll ich dir ein Taxi rufen?“ Ihre Stimme hatte einen besorgten Tonfall angenommen und er sah die Lüge in ihren unsteten Augen.<br />
„Das kann ich selber noch. Es ist nett von dir, dass du dich so um mich sorgst. Ich werde nicht mehr lange bleiben.“<br />
„Kommen Sie mal her! – Sie! Ja, Sie! Und ein bisschen flott!“ Betty winkte einer Bedienung heftig zu. Das Mädchen kam mit schnellen Schritten und hielt Paul ihr Tablett hin.<br />
„Nein, nein! Kein neues Getränk. Bringen Sie alles weg, was auf dem Tisch steht; Teller, Besteck, Servierte und Glas. Alles in den Mülleimer! Haben Sie mich verstanden? Alles sofort in den Müll!“<br />
„Ja, natürlich“, sagte das Mädchen und blickte Paul fragend an. Sie war sehr jung, hübsch und hatte traurige Augen. Paul dachte an den Blick der sterbenden Anti-lope; es war seine letzte Jagd vor dem Ausbruch der Krankheit gewesen und das angeschossene Tier hatte ihn mit großen Augen abgefragt. Die Frage nach dem ‚Warum’ stand auch in diesen Augen.<br />
„Ich fass es nicht! Du hast Aids, gefährdest uns und ziehst alle anderen Gäste auch damit herein. Uns – deinen langjährigen Freunden – tust du das an. Hat Peter dir nicht gesagt, wie wichtig diese Party für uns ist?“<br />
Betty hatte das Mädchen völlig vergessen; sie existierte für sie nicht. Es stand wie angewachsen neben dem Tisch, schaute abwechselnd Betty und Peter an. Er sah, wie ihr Adamsapfel rauf und runter rutschte.<br />
„Geh noch ein Stück zurück, Betty, damit ich dir nicht zu nahe komme. Ich steh jetzt auf; ich muss raus. Mir ist schlecht geworden bei deinem Anblick – und es könnte sein, dass ich dir auf deinen kostbaren Teppich kotze.“<br />
„Nein!“ Sie atmete hörbar aus, machte tatsächlich einen raschen Schritt rückwärts; er stand auf und wollte zur Terrassentür.<br />
„Bitte! Er steckt doch niemanden an. Bitte!“ Das Mädchen stellte das Tablett auf den Tisch und sah Betty an.<br />
Bettys Kopf flog herum. Sie brauchte einige Sekunden um die Stimme, die Worte und die Sprecherin miteinander zu kombinieren.<br />
„Also! – Was erlauben Sie sich? Schweigen Sie! Nehmen Sie den Abfall und machen Sie, dass Sie wegkommen. Sie hören noch von mir.“</p>
<p><span style="color: #3c657b;"><strong>Der Tod hat ein Gesicht</strong></span><br />
Erzählungen<br />
von <a href="http://www.the-short-story.de/?p=67">Eduard Breimann</a></p>
<p>Verlag Universal Frame<br />
November 2004<br />
Taschenbuch<br />
139 Seiten<br />
Grösse: 18.8 x 12 x 0.8 cm<br />
ISBN 978-3952298115<br />
<strong>Euro 11.80 (D)</strong></p>
<p>Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten
<p>Provided by <a href="http://www.universal-frame.com/" title="Universal Frame GmbH - Marketing und Public Relation">Universal Frame GmbH &#8211; Marketing und Public Relation</a></p>
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