Hunde des Herrn (eine rheinische Geschichte)
von Jürgen Jesinghaus (copyright)
Der Anlass war nichtig. Als Ellen an der Buchhandlung die Stelle erreichte, wo der Bürgersteig sich zu einem Platz ausdehnt, und als ihr das Nachmittagslicht entgegenschien, so dass sie die Augen schließen musste, gerade in diesem ungeschützten Moment, in dem sie blind war, erhielt sie von hinten einen Stoß. Sie riss die Augen auf, drehte sich herum und erkannte als den mutmaßlichen Verursacher ihres Schreckens einen Mann in dunkelbrauner Kutte. Der Mann, schätzungsweise Ende zwanzig, achtete nicht im Mindesten auf das Missgeschick und schob sich raumgreifend an Ellen vorbei. Seine Füße staken in Sandalen – verantwortlich für das fußhebende, hochmütige Schreiten, das Kreaturen, die sich bäuchlings über die Erde bewegen müssen, wie mit einer Fliegenklatsche zu erschlagen drohte. Dieses Schreiten, der rasierte Nacken unter der kurzen Frisur, dieses sportive Aussehen und die Selbstgefälligkeit, mit der er die Tracht einer zweifelhaften Tradition durch die Straßen trug, lösten Ellens Widerwillen aus.
Neben dem Ordensmann ging eine Dame, die ihm aufmerksam zuhörte. Ellen wollte in der demütig lauschenden Haltung der Frau, die sie als die Schwester des Mannes ansah, eine hochmütige Abgrenzung gegen die Umwelt feststellen. Ihr schien, als bewunderte jene ihren Bruder, der sich durch sein Gestikulieren, während er sprach, Platz für sein Ausschreiten verschaffte. Der Mönch und seine Schwester waren von der Rücksichtslosigkeit, die Jugendliche hervorkehren, Jugendliche, die alles erklären und vieles verachten. An der Ampel stellten die Mönchsfüße das gefräßige Schreiten ein. Ellen blieb neben dem Mann stehen. Einen Augenblick hatte sie das Bedürfnis, ihn zu stoßen und sich dann bei ihm zu entschuldigen. Sie wollte in sein Gesicht blicken und mehr Gründe sammeln, ihn nicht leiden zu können. Sie wollte ihn beleidigen, und war sich doch darüber im Klaren, wie unverständlich es für ihn selbst und für andere sein müsste. Als wäre es von irgendwelcher Wichtigkeit, versuchte sie zu entdecken, welche Uhr er um das Handgelenk gebunden hatte.
Sie haben überlebt, dachte sie, die Inquisitoren und Hexenverfolger tragen öffentlich ihre ehrfurchtheischende Uniform. Die Haare sind so adrett wie bei Handballspielern, ihre Vorsätze gut, ihr Glaube unerschütterlich, die Familien fürsorglich. Dominikaner! Dass Ellen und dieser Dominikaner heute mit der Straßenbahn in Richtung Köln fahren wollten, war ein Zufall. Aber dass Ellen und er in derselben Bahn, im selben Wagen sitzen würden, war kein Zufall mehr, sondern das Resultat einer Verfolgung, während derer sie zu dem Aufenthalt in einem Straßencafé gezwungen wurde. Dort nämlich hatte sich das Paar niedergelassen, und Ellen, die sich einredete, es sei an der Zeit, in der Hitze des Tages etwas zu sich zu nehmen, setzte sich an einen Nachbartisch, den sie mit anderen Gästen teilte. Sie redete sich ein, dieses Geschwisterpaar sei nicht der Grund, dass sie ausgerechnet hier den Besorgungsgang durch die Stadt unterbrach, denn jeder habe das Recht, seinen Cappuccino zu trinken, wann und wo es ihm beliebt, auch unter den Augen der Inquisition! Ein fahriger, nichts erkennender Blick berührte sie, als sie zu ihm hinüberschaute.
Das Paar trennte sich hier. Die Frau erhob sich und reichte ihm, der sitzen blieb, die Hand. Es sah aus, als verabschiedete sich eine Geigenschülerin von dem Maestro, den der Bonner Sommer mit seiner Straßenmusik hierher gelockt hatte. Aus einer Falte seiner Kutte (Ellen wollte nicht scharf hinsehen) zog der Mönch ein Portemonnaie, wühlte darin und drückte einige Münzen auf den Tisch, dass sie es bis zu sich hören konnte. Er traute sich nicht aufzustehen – Ellen bemerkte es mit höhnischer Befriedigung – und wartete, bis die Kellnerin das Geld einstrich. Ohne sie anzusehen, stemmte er sich hoch und umklammerte mit beiden Händen den Rand des Eisentisches, als wäre er der Abt im Refektorium, der die Tafel kippt, so dass den Brüdern, als Warnung vor Völlerei, das Breigeschirr unter den Löffeln hinweg auf den Boden rutscht.
Um zu beweisen, dass sie im Gegensatz zu jenem Mann mediterrane Lebensart verstand, legte sie einen Schein auf die Untertasse und beschwerte ihn mit einer Münze, die sie der Kellnerin als Trinkgeld zueignete. Sie stand sofort auf und folgte dem Mönch, der seinen Tisch losgelassen und sich unter die Passanten gemischt hatte. In der bewegten Masse von Fußgängern, man konnte sie keinen Strom nennen, sie war besser vergleichbar einer schwappenden, von fernen Schiffen bewegte Wasserfläche zwischen den Häuserfronten, erst in diesem Gedränge fiel ihr seine ungewöhnliche Größe auf. Sie stellte auch fest, dass ihm kein Platz geräumt wurde, denn hier gab es genug sonderbare Heilige in ausgefallener Kleidung, denen niemand ein Sonderrecht zubilligte. Sie wünschte sich ihm einen Affen auf die Schulter. Danach würden sich die Leute vielleicht umdrehen in dem sommerlichen Trubel, dem sich auf der Höhe des Kaufhaus-Eingangs ein weißes, man möchte sagen: schäumendes Klavier entgegenstemmte. An ihm saß eine Frau, die ihre Brust mit nichts als ihrer roten Chevelure bedeckte. Sie spielte aus Schumanns Album für die Jugend. Ellen verharrte in einer Nische zwischen zwei parkenden Lieferautos und beobachtete die Klavierspielerin. Achtung, ein Dominikaner nähert sich! Hüten Sie sich, dass er Sie nicht verbrennen lässt, eine so schöne Hexe bekommt er nicht jeden Tag zu Gesicht!
Ellen sprang von der Rolltreppe auf den Bahnsteig, als die U-Bahn einfuhr, die in ihrem Sog die Leute hinter sich her zog. Die Reisewilligen verfielen in einen Trab, als der Zug am anderen Ende des Unterpflasterbahnhofs stehen blieb. Ellen zwängte sich durch die erste offene Tür und lehnte sich atemlos an eine Stange. Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass ihr nichts abhanden gekommen war, stempelte sie ihre Streifenkarte. Dann schaute sie sich nach einem Sitzplatz um, dabei sah sie den Ordensmann, der gegen die Fahrtrichtung in die Nacht des U-Bahn-Schachtes stierte, gewissermaßen auf seine Auferstehung wartend, zu der ihn die Bahn in rasender Fahrt die schiefe Ebene hinauf ans Licht beförderte. An der ersten oberirdischen Station gelang es Ellen, sich ihm gegenüber ans Fenster zu setzen, damit sie ihn besser ignorieren könnte.
Die vier sehr auffälligen Herren, die zusammen auf dem Bahnsteig gestanden hatten, drängten sich paarweise durch die Wagentüren und belagerten die Stempelmaschinen. Wer hinter ihnen zugestiegen war, durfte seinen Fahrschein entwerten, wer sich angesichts der blauen Übermacht an vergessene Pflichten erinnerte und das Versäumte nachholen wollte, wurde daran gehindert und an die bittere Wahrheit gemahnt, dass, wer öffentliche Beförderungsmittel benutzt, sich den Beförderungsbedingungen unterwirft, die er mit Antritt der Fahrt (und nicht erst mit der Entwertung des Fahrscheins) anerkennt! Ellen empfand wie die meisten anderen („Gäste“ genannten) Mitfahrer die Hochstimmung derer, die ein reines Gewissen haben, und die wohl präpariert sind, wenn sie vor die Prüfungskommission treten müssen.
Mit kaum verständlicher Stimme wurde Ellen (nicht sie persönlich, sondern als Repräsentantin einer Querreihe einander gegenüber sitzender Fahrgäste) gebeten, bitteschön den Beförderungsschein vorzuweisen – wie einem Grundschullehrer die Fingernägel, der das Urteil spricht: sauber, schmutzig. Der Dank für saubere Nägel ist wortloses Vorübergehen, die Strafe für schmutzige ein vernichtendes Urteil, das auch die Ehre der Mutter und aller Vorfahren berührt. Ellen holte ohne Hast ihren Streifen hervor. Und sie hielt ihn immer noch bereit, als sich der Mann in der blauen Windjacke längst der nächsten Reihe zugewandt hatte.
„Warum wird dieser Herr nicht kontrolliert?“ Ellen hatte sich die Frage nicht überlegt, sondern hinausgestoßen, so wie sie ihren Finger vorstieß, um auf den Herrn zu deuten, dessen Kontrolle sie forderte. Es war so laut gesprochen worden, dass die Blaujacke, die schon die übernächste Reihe erreicht hatte, sich umdrehte. Der Kontrolleur kehrte zurück und nachdem er Ellens Streifen genau geprüft und den Verdacht geäußert hatte, dass vermutlich, obwohl schwer beweisbar, der neue Stempelaufdruck einem blassen, kaum sichtbaren ersten überlagert sei, erst danach erkundigte er sich bei dem Mann in der Kutte, ob er dessen Fahrschein bitteschön auch einmal sehen dürfe. Der Mönch blickte entsetzt in die Gesichter, die sich ihm zugewandt hatten und ernst auf seine Antwort warteten. Er sagte: „Mein Gott, es ist mir furchtbar peinlich.“ Der Kontrolleur lächelte gequält und zuckte die Achseln. „Ich habe vergessen“, fuhr der Geprüfte fort, „meine Fahrkarte zu entwerten, ich war mit meinen Gedanken woanders, selbstverständlich zahle ich die angemessene Strafe, ich fahre nicht oft mit der Bahn.“ Der Kontrolleur schwieg betreten und erbat sich den ungestempelten Fahrschein. Der Mönch hielt sie ihm entgegen. Seine Hand zitterte. Die Blaujacke ging zur Stempeluhr und entwertete das Ticket.
„Glauben Sie nicht, er hätte es bei der ersten Kontrolle anzeigen müssen? Mich verdächtigen Sie stattdessen des Betruges! Jetzt frage ich Sie: Er hätte es sagen müssen, nicht wahr?“
„Der Herr hat es vergessen, das kann vorkommen“, und an den Mönch gerichtet: „Sie hätten sich vielleicht doch melden sollen, als ich hier vorbeiging. Oder haben Sie mich nicht gesehen, was an sich ja denkbar wäre.“
Er wandte sich an Ellen, ob diese Deutung bei ihr Anerkennung fände. Ellen aufgeregt: „Er ist ein Dominikaner, ein Dominikaner! Der Herr wollte nicht schwarzfahren, natürlich nicht, er hat es vergessen wie viele andere Leute auch, die erwischt werden. Der Punkt ist nur, dass Sie ihn nicht kontrolliert haben, weil Sie glauben, ein Dominikaner besitze immer einen gestempelten Fahrschein, als hätten Mönche die Moral gepachtet!“
„Mal langsam, gnädige Frau, ich weiß ja nicht, dass er ein Dominikaner ist. Sie behaupten hoffentlich nicht, ich begünstige gewisse Personen! Ich erwarte nur, dass ein Herr wie er sich an die Ordnung hält.“
„Das müssen Sie von mir auch erwarten. Sind wir alle, die wir hier sitzen, nur deswegen verdächtig, weil wir keinem Orden angehören? Wissen Sie überhaupt, was das für ein Orden ist? Das weiß der Mann wahrscheinlich selbst nicht genau – das entschuldigt vielleicht seine Mitgliedschaft!“
Nun erhob sich ein Murmeln, gespickt mit spitzen Bemerkungen, über Ellen und um sie herum: Das ist unverschämt. Halten Sie den Mund. Stopfen Sie der Alten das Maul. Was hat der Mann Ihnen getan? Beleidigen Sie anständige Leute nicht, Sie Giftspritze. Sind Sie eine Kommunistin? Nur Atheisten reden so wie Sie. Schämen Sie sich, anständige Menschen passen nicht in ihr linkes Weltbild. Muss man sich eigentlich alles gefallen lassen? Der Mann hat seinen Fahrschein nicht gestempelt, Gerechtigkeit hört vor Klosterpforten nicht auf. Die Frau hat Recht. Bin ich vielleicht schlechter als der Mann, nur weil ich den ganzen Tag rumstehen muss und verkaufen? Was verkaufen Sie schon! Es gibt auch unter denen Betrüger. Im Hotel Laacher See hat ein Mönch die Zimmer durchsucht und Wertsachen geklaut. In Laach leben keine Dominikaner. Ach nee, andere sind auch nicht besser. So ein Quatsch, das war ein Hoteldieb, der sich eine Kutte besorgt hatte. Es ist ja nicht schwer, an eine Kutte zu kommen. Sie müssen es ja wissen! Vielleicht ist der gar kein Mönch. Soll er doch seinen Dienstausweis zeigen. Machen Sie sich nur weiter lustig über Menschen, die ihr Leben Gott geweiht haben. Die Alte sollte man anzeigen wegen Gotteslästerung. Das ist kein Straftatbestand, meine Dame. Mein Mann war in der SS, aber er ist darum nicht aus der Kirche ausgetreten. Er wäre besser nicht in die SS gegangen und dafür aus der Kirche ausgetreten, kann ich nur sagen! Der Mönch tut das freiwillig, das rechne ich ihm hoch an, seine Karte ist abgestempelt, und Sie sollten jetzt Ruhe geben. Das sollten Sie!
Als das Stimmengewirr leiser wurde, in ein Husten und Räuspern überging und in einem allgemeinen Kopfschütteln jedes über jeden erstarb, blieb Ellen nichts übrig, als blind aus dem Fenster zu sehen. Sie hätte den jungen Mann gegenüber gerne angesprochen: Ihr Orden hat Schlächter zu Heiligen gemacht, Bandenführer zu Kreuzzüglern, er hat auch Kinder nicht verschont. Die Kinder, nicht wahr, würden das Unkraut der Ketzerei am längsten ausstreuen! Warum sind Sie nicht wenigstens bei den Franziskanern? Da könnten Sie sich im Naturschutz nützlich machen, Bruder Schwein, den Robben predigen und ihnen erläutern, warum Dünnsäure für uns Menschen so wichtig ist, dass wir die Schwester See darin ersäufen. Warum nicht wenigstens Benediktiner? Alle schönen Aussichtspunkte wären dann Ihr Zuhause, z.B. der Laacher See, wo auf der Terrasse des Hotels eine Tasse Tee so teuer ist, als wäre er aus purem Wisky. Dass der Herr Dominikaner sei, hatte Ellen nur vermutet, denn sie nahm an, der Mönch fahre zum Kloster Weiberberg, das an der Strecke liegt. Sie besänftigte ihren Zorn. Der Prior, ein Verfechter der katholischen Soziallehre und Schüler Breunings, hatte als einer der ersten zu Gesprächen zwischen Marxisten und Christen aufgerufen. Die SPD-nahe Otto-Wels-Stiftung hielt Seminare in Weiberberg ab. Gewerkschafter und Industriebosse trafen sich manchmal an Wochenenden zu Symposien. Im Souterrain des modernen ´Hauses der Begegnung´ befand sich dem Vernehmen nach sogar ein Hallenbad – für den Kurzurlaub meditierender Laien. Modische Begriffe wie Spiritualität und Wellness waren den Mönchen geläufig.
Die Fahrt verlangsamte sich. Ellen wandte sich vom Fenster ab und sah, wie vier Kontrolleure einen Mann umringten. Ellen sprach zu dem Mönch, ohne ihn anzublicken, und teilte ihm mit, dass die Herren in den blauen Jacken einen Sünder ertappt hätten und ihn beim nächsten Halt aus dem Wagen komplimentieren würden, um seine Personalien aufzuschreiben. Der Zug hielt. Der Dominikaner sprang auf. Die Türen zischten. Die Kontrolleure und der Ertappte betraten den Bahnsteig einer ländlichen Haltestelle. Der Mönch rief. Er wollte zu seiner Schuld stehen und bestraft werden. Er fiel in den Gang hinein. Dabei stieß er sich den Kopf an einem Koffer. Die Türen klappten zu. Der Mönch erhob sich und zwängte sich zum Ausgang. Zu spät. Der Zug fuhr an.
Als der Geistliche auf seinem Platz zurückkehrte, sagte er zu Ellen, als wäre er ihr Rechenschaft schuldig:
„Ich konnte nicht aussteigen, ich bin hingefallen. Ich werde die Strafe per Überweisung bezahlen.“
„Lassen Sie das bleiben. Die wissen mit dem Geld sowieso nichts Vernünftiges anzufangen. Die Welt ist nun einmal ungerecht, und einige haben einen Vorteil davon.“
„Glauben Sie denn, ich genösse die Vorteile der Ungerechtigkeit? Normalerweise fahre ich mit dem Auto, zweimal die Woche von Weiberberg zur Uni Bonn und zurück. Sie mögen Dominikaner nicht! Dann besuchen Sie doch meine Vorlesung, dort kommen Sie auf Ihre Kosten. Ich habe einen Lehrauftrag für Mediävistik-Studenten, Thema ´Die Schuld des Predigerordens: Kreuzzug, Inquisition und Hexenverfolgung´. Der Großinquisitor Torquemada – Dominikaner! Der Autor des Hexenhammers – Dominikaner! Der Ablassprediger Tetzel – Dominikaner! Und so weiter und so weiter, zufrieden? Der Provinzial hat mir die Bürde auferlegt, die dunkle Seite meines Ordens zu erforschen und zu verkünden. Glauben Sie, das sei ein Vergnügen? Hier im Rheinland, im Urft- und Erfttal gab es nicht immer nur den Karneval, sondern auch Denunziation, falsche Anklagen und Scheiterhaufen, ganz zu schweigen vom Synagogen-Abfackeln. Nein, das macht keinen Spaß!“
Der Mönch wischte sich das Blut von der Stirn, das aus einem Kratzer sickerte.
An der nächsten Station stieg Ellen aus, nachdem sie sich von dem Dominikaner verabschiedet hatte. Sie kam sich elend vor. Sie war selbst eine Denunziantin geworden und darauf aus gewesen, die Ehre eines unbescholtenen Mannes zu verletzen. Sie ging zwei Stationen zu Fuß. Das sollte ihre Buße sein. Zu Hause angelangt, schleuderte sie die Schuhe von den schmerzenden Füßen. Verdammte Moral! Was geht es mich an, ob jemand seinen Fahrschein stempelt! Aber eines muss man ihnen lassen, den Weiberberger Kuttenträgern: Sie haben sich dazu durchgerungen, etwas anzufangen, was anderen Einrichtungen gut anstünde, den Kirchen, den Banken, der Industrie, den Parteien.